Nathalie scheint im Traum der perfekten Familie angekommen zu sein. Mann, Kind, Leben auf dem Land und das möglichst autark, mit Selbstversorgergarten, und, und, und…. Was kann da schieflaufen? Ok, irgendwie ist ihre Tochter Ruby in ihrer Entwicklung scheinbar etwas verzögert und somit ergeben sich für Nathalie nervige und aus der Sicht Ihres Mannes unnötige Gespräche mit Erzieherin Jenny. Und was ist eine normale Entwicklung? Wir bewerten Kinder in ihrer Entwicklung, wie in einer gesellschaftlichen Qualitätskontrolle, ja wie in einer Firma, die Nähmaschine oder Kühlschränke herstellt. „Ihr Kind ist 6 und es kann noch nicht…?“
Nathalie sorgt sich auch um Ruby. Und es ist etwas anders, was sie an Jennys besonderer Aufmerksamkeit für ihre Tochter stört – etwas, was über die Störung ihrer sozialen Interaktionen hinausgeht.
Und so langsam scheint für uns bei dieser Familie etwas durch, das nämlich doch nicht alles perfekt ist, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Autorin Judith Marchant zieht uns sanft in eine Geschichte, die harmlos beginnt, die aber schnell ahnen lässt, dass dies nicht so harmlos bleiben wird.