Wer die Vorstellung zu diesem Buch hat, dass es um die Geschichte des Werkstoffs „Papyrus“ geht, dem sei gesagt: Es geht in diesem Buch um viel, viel mehr! Nämlich das, wofür „Papyrus“ steht: um Bücher, die Geschichte und Geschichten von Büchern und wie diese unsere Weltgeschichte mitgeprägt haben. Denn für Bücher und das, wofür sie stehen, wurden Feldzüge und Kriege geführt. Sie waren Inspiration, Antrieb, Start und Ziel. Man darf sie nicht unterschätzen. Eine Geschichte der Menschheit, ist auch eine Geschichte ihrer Bücher und ihrer Verhältnisse zu ihnen. Eine Geschichte von z.B. Bibliotheken, Archiven und Büchereien, von Schriften und dem Lesen, von den vielen Schriftarten, von der Macht des Wissens und so vielen Aspekten, die all dies begleiten.
Vallejos Reise in die Vergangenheit startet an dem Platz der Geschichte, den wohl jeder bibliophile Mensch in einer Zeitreise gerne besuchen würde: Der Bibliothek von Alexandria. Und es geht nicht nur um den Ort – Nein, es geht um die Idee dazu. Die Idee, alle Bücher der Welt zusammenzubringen. Vallejo zeigt, dass schon vor über 2000 Jahren den Herrschenden die Kraft und Macht von Büchern bewusst war.