Es ist schon ein sehr eigenes Werk, welches Erfolgsautor Frank Schätzing uns hier gegeben hat. Und ich gebe zu, es macht mir meine Aufgabe hier etwas schwerer, denn, was ist „Space Boy“? Selbst der Verlag hat mir kein Genre auf dem Cover mitgegeben, wie wir es ansonsten kennen. In seiner Beschreibung spricht er von einem „Porträt“ über den großen David Bowie und den uns wohlbekannten Autor Frank Schätzing.
Alles erinnert an eine Doppelbiographie, die aber bei weitem nicht den Weg eines klassischen Sachbuchs einschlagen will, sondern eine literarische Aufarbeitung des eigenen Lebenswegs Schätzings und seiner tief empfundenen Verbindung zu David Bowie darstellt. Bowie ist für ihn ein Seelenverwandter, der ihn prägte, ihn auf seine Art begleitete, faszinierte und ihm – auch, wenn man sich nie kennengelernt hat – das Gefühl von gegenseitigem Verständnis entgegenbrachte. Bowie inspirierte ihn mit seinem eigenwilligen und mutigen Weg, seiner eigenen Kreativität zu folgen. Und so ist auch dieses Buch, das eigenwillig ist, auf das man sich einlassen muss und das, trotz biografischer Inhalte über die beiden, sehr wenig mit einer klassischen Biografie zu tun hat. Eigenwillige Charaktere scheinen sich zu potenzieren.