Stell dir vor, du bist ganz unten. Job weg, Freund weg, Wohnung weg. Das Leben hat eine Dynamik, die du so nicht wolltest. Doch dann bekommst du den Hauptgewinn. Da freuen sich alle mit. Endlich gewinnt mal jemand, der/die vom Leben so schlecht behandelt wurde. Ivar Leons Menger vierter Thriller ist absolut eine Geschichte in der Jetzt-Zeit. Allein schon sein Aufschlag ist top aktuell. Denn wir alle kennen – sei es aus eigener leidvoller Erfahrung und der unserer Freunde und Bekannten – den heiklen, harten Kampf um eine bezahlbare Wohnung und somit das Gefühl, bei den überfüllten Wohnungsbesichtigungen, der/die verlorene Bittsteller/in zu sein. Und genau, weil dieser Auftakt so unscheinbar, mitten aus dem Leben unserer Zeit kommt, lassen wir uns in die Geschichte hinziehen. Das Setting ist Berlin, in dem wir uns alle gut orientieren können. Die urbane Atmosphäre hat somit alles, was die Millionenstadt ausmacht: Vertrautes, aber auch die große Anonymität. Und vor allem Modernität. Wenn irgendwo in Deutschland die Zukunft des Wohnens einen Schritt weiter gemacht hat, dann doch bestimmt hier – in der größten Stadt des Landes. Und Menger stellt uns den Tower vor – vielleicht eine Zukunft des Wohnens. Aber will man wirklich so wohnen?
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Finster | Ivar Leon Menger
Mit dem dritten erfolgreichen Buch ist man am Autorenhimmel wohl ein etablierter Autor. Und somit bin ich mir vollkommen bewusst, dass Ivar Leon Menger nun in Deutschland zu den etablierten Autoren gehören wird. Denn mit seinem nun dritten vorgelegten Thriller „Finster“, wird er erneut großen Erfolg haben! Woher ich mir hier so sicher bin? Ivar Leon Menger hat es geschafft, dem Druck – der bestimmt auf ihm und seiner Kreativität gelastet hat – standzuhalten und eine packende, mitreißende Geschichte zu erzählen, die den Leser nicht eher Ruhen lässt, bis er die letzten Seiten erreicht hat. Respekt vor dieser Leistung, an der so manche – zuvor hochgelobte Autoren – gescheitert sind. Dieses Buch zu lesen hat Spaß gemacht! Und ich gebe zu: es war leider ein viel zu kurzes Lesevergnügen, da ich es durchgesuchtet habe. Ja, ich habe es fast an einem Tag am Stück gelesen (und hätte dies getan, wenn nicht auch meine Welt noch andere Dinge außer Menger-Thriller beinhalten würde). Fazit also: Top! Es war wunderbar zu lesen, dass Menger auch nach „Als das Böse kam“ und „Angst“, das Niveau eines besonderen Thrillers hält. Hier hat sich jemand die Zeit genommen wieder einmal eine besondere Geschichte zu kreieren. Kein Abklatsch, keine dauerhafte Masche wird hier gefahren – wie bei manchen hochgehypten deutschen Krimiautoren, die viel zu schnell „Neues“ auf den Markt bringen – sondern etwas Innovatives und Anderes präsentiert Menger hier. Das macht Spaß, hält die Spannung und man freut sich auf weitere Werke!

Angst | Ivar Leon Menger
Es ist wohl das “Must-have” im Thrillerbereich des deutschen Buchmarktes in diesem Sommer 2023. Nach seinem sensationellen Erstlingswerk „Als das Böse kam“, präsentiert sich Ivar Leon Menger als besonders schnell und produktiv in seiner Kreativität und veröffentlicht nun – schon ein Jahr später – sein so dringend erwartetes Zweitwerk. Und es präsentiert sich mutig anders! Schon in den ersten Zeilen wird klar: Hier reproduziert niemand ein mögliches aufgewärmtes Erfolgsrezept. Nein, hier geht ein Autor weiter, zeigt sich wandelbar und auf geniale Art unberechenbar. Und? Ist es nicht genau das, was wir bei einem Thriller haben wollen? Die Unberechenbarkeit!
Schnell sind wir im und beim Thema: Stalking. Stalking ist unfair, unvorhersehbar, ist Psychoterror! Und…wir sind in Berlin! Und wir erfahren: „Berlin ist voller Irrer”!