Die Story-Küche | Matthias Nold

Das Rezeptbuch für gute Business-Storys
Erschienen im MIDAS-Verlag
Rezensionsexemplar

Innovativ und kreativ

Matthias Nold präsentiert uns hier ein Buch mit einem besonderen innovativen Ansatz: Stellen wir uns vor eine Business-Story schreiben zu wollen, dann vergleichen Sie dieses Vorhaben doch mit dem Kochen! Dieser ungewöhnliche Ansatz mag uns erst einmal verwundern, verblüffen und etwas absurd klingen, aber Nold macht uns schon nach einigen Zeilen klar: Da ist was dran! 

Verwunderlich ist auch, wie individuell man durchs Buch gleiten kann. Man kann sich seinen eigenen Weg (via kleinen „Hinweisschildern“) suchen. Dies ist kein 08/15 von Vorne-nach-Hinten-Buch. Schließlich sucht jeder nach „der Story”. Es geht um Kreativität, um Ausdruck – vor allem Individualität. Da passt es, seinen eigenen Pfad durchs Buch selbst zu suchen, selbst zu finden – da passt auch mal Try-and-Error, was dieses Werk zulässt!

Spielerisches Buch

Nold hält das „System“ eines Kochbuchs durch sein Buch durch. Angefangen von „Wo kaufen wir die besten Zutaten (sprich: Wo finde ich die Inspiration für meine Geschichten) bis zu Fleisch oder Rohkost, welche Gewürze nehme ich eigentlich? Oder: Wie Tische ich auf (hierzu möchte ich noch nicht zu viel verraten)?

In unserer Küche zumindest darf spielerisch experimentiert werden. Dazu gibt Nold immer wieder neue mögliche Aufgaben mit auf den Weg – viele aus dem Bereich des kreativen Schreibens. Man kann sich hier spielerisch austesten. 

Jedes Unternehmen hat seine Geschichte – aber trocken, faktisch, in gähnender Leere daher erzählt, ist dies noch keine Story. Wir Leser möchten die besondere Geschichte! Somit lernen wir über das reine Erzählen unserer Business-Story hinaus, viele Hintergründe des modernen Storytellings. Nold bietet hier oft grundsätzliches Knowhow. So von Bereichen der Hirnforschung, Psychologie bis zu den Sprach- und Literaturwissenschaften. Denn gutes Erzählen sollte viele Aspekte bedenken. All das wird glücklicherweise nicht trocken, sondern praxis- und anlassbezogen, dargestellt. Ein informativer lockerer Ton durchzieht das Buch. Ein Plus hier sind die bildlichen Darstellungen zu Erzähltheorien.

Storytelling ist ein Handwerk, obwohl doch viele der Neu-Autoren zumeist wahrscheinlich das innere Naturtalent verspüren und sich direkt auf den Weg begeben. Doch ein Großteil der Arbeit ist gekonnte Recherche von Daten, Fakten, Details um dies dann in durchdachte Sprache umzusetzen – Bilder finden, neue Rollen entwickeln, erarbeiten und präsentieren, aber auch Archetypen nutzen!

Man muss sich darauf einlassen!

Man muss sich halt auf Nolds kleines Gedankenexperiment einlassen, dann wird der interessierte Leser hier auch Ansätze, mögliche Lösungswege oder zumindest -richtungen für sich finden. Das Buch kann Anlass sein, neue Wege für sein kreatives Schaffen zu denken. Und was wollen wir Leser sonst, von neuen Geschichten, Romanen, etc.-.wir wollen nicht das Gleiche lesen oder „aufgewärmt“ bekommen, was wir in 1000facher Klischeeverarbeitung schon 100mal vorgesetzt bekommen haben. 

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