Das Gekaufte Leben | Tobias Sommer

Erschienen im DTV-Verlag

Rezensionsexemplar

Ab in die Story!


Ich mag Geschichten, die daherkommen als würde man ins Wasser springen, ohne lange Vorrede, ab in die Situation. So beginnt auch Tobias Sommer und wir sind nach wenigen Seiten gespannt, was auf Herrn Freitag in seinem neu gewählten Leben zukommt. Schnell wird klar, dass er nicht nur ein neues Haus hat, sondern den gesamten Hausrat des Verkäufers, inklusive Kleidung, Angeln und vielem mehr! Was nicht nur auf eine neue Chance, sondern eventuell auch sehr schnell auf besonderen Ärger hinweist!

Aufhören zu lesen? Nein!

Wer lässt dies einfach zurück? Wer übergibt so ein einsames und sehr besonderes Haus am See? Und wessen Finger wurde dort im Wasser gefunden? Und noch mehr: Denn der Verkäufer hat nicht nur ein Haus verkauft – Nein – sondern auch alle sozialen Kontakte. Wer sind diese „Freunde”? Was ist von ihnen zu halten? Und was erwartet Clemens Freitag in seinem mitgekauften neuen Job? Offene Fragen, die den Leser weiter durch Buch peitschen. Mit dem Lesen jetzt stoppen? Daran ist überhaupt nicht zu denken!

Unser Hirn baut Spekulation an Spekulation!

Eine eigenwillige Geschichte, die die inneren Spekulationen nur so sprießen lässt.
Tobias Sommer erzählt spannend, lässt uns am Denken Freitags teilhaben. Es ist kaum zu glauben, dass hier das Werk eines literarisch relativ unbekannten Autors vor uns liegt, denn Sprache, Ausdruck sind super sicher auf den Punkt gebracht und ziehen den Leser in und durch die Geschichte. Nichts erscheint konstruiert, alles erscheint gewachsen, schlüssig und zu fließen. Skurrile Leute wohnen im kleinen Ort mit dem vielsagenden Namen “Zaun”. So skurril und schrullig, dass sie schon wieder realistisch erscheinen – ja, wir schnell das Gefühl bekommen, es mit Bekannten, mit Freunden zu tun zu haben. Irgendwie kennt man solche Typen, kann sie aber schlecht benennen. 

Ganz genau wie Clemens Freitag selbst. Aber ist diese Art der Dorfbewohnern nur Fassade? Sind sie so offen und schon fast naiv oder ist dies alles nur eine durchtriebene Show für den Neuling?

Es steht Roman auf dem Cover und es ist doch viel Thriller darin 

Die Spannung – das sei verraten – hält sich bis auf die letzten Seiten! Tempo, Geschwindigkeit nehmen dabei immer weiter zu. Ein tolles Buch – ein flottes Buch! Das hat weniger mit dem stereotypischen Bild eines Romans zu tun – nein, das hier ist ein Thriller! Diesen Dorfbewohnern mit ihren psychopathischen Untertönen traut man alles zu!
Wir dürfen sehr gespannt sein, auf die nächsten Werke von Tobias Sommer!

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