Wie schreibt man ein Ratgeberbuch über ein zentrales Thema des Lebens, das jeder/jede so lange wie möglich von sich fernhalten möchte? Ein Thema, das zu den großen Tabus unserer Gesellschaft gehört – einer Gesellschaft, die täglich versucht Vitalität, ewige Jugend und ein aktives Leben in den Mittelpunkt all unserer Aufmerksamkeit und all unserer Interessen zu stellen. Wie nähert man sich dem eigenen Ableben? Wie nähert man sich gedanklich seinem eigenen Tod?
Jasmin Mrugowski und Nadine Opitz geben uns unterhaltsam und sachlich, aber auch mit einer Portion Humor, Witz und freundlichem Sarkasmus eine fabelhafte Antwort auf diese Frage. „Da habt ihr den Salat: … denn jetzt bin ich tot“ ist ein unterhaltsamer, informativer, umsichtiger und auch sensibler Lesegenuss, geschrieben mit der nötigen Empathie. Und für wen? Für uns alle, denn wir alle sollten uns mit unserem Ableben bei Lebzeiten auseinandersetzen, denn unser unausweichliches Sterben hat nicht nur Konsequenzen für uns, sondern auch für unsere Liebsten, für unsere Angehörigen. Was geschieht mit unserem Hab und Gut, unserem letzten Willen und schließlich auch mit uns? Viele Aspekte eröffnen sich da und plötzlich gibt es viel zu durchdenken, sehr klar zu artikulieren und zu äußern, damit wir nicht doch noch im Tod entmündigt werden. Ein sinnvolles und vielseitiges Buch, mit nützlichen Tipps, das die Konsequenzen für alle, die mit unserem Ableben zu tun haben können, einmal vor Augen hält. Endlich einmal ein wirklich nützlicher, am Leben orientierter Ratgeber, den es lohnt durchzuarbeiten. Und Stück für Stück werden uns unsere eigenen Wünsche und Ansichten rund um unseren eigenen Tod, immer deutlicher. All dies wird zu einem guten Anlass dies vielleicht einmal mit unseren engsten Menschen zu besprechen und uns zu artikulieren. Also ein absolut sinnvolles, sehr intelligentes Buch, adressiert an uns alle.